Kunst im Rathaus

Vernissage eröffnet Ausstellung Neufahrner KünstlerInnen


Wer in diesen Tagen mit scharfem Blick das Neufahrner Rathaus betritt, findet dort tatsächlich ein internationales Supermodel vor.

Denn auch in diesem Jahr stellt die Gemeinde ihre Räumlichkeiten wieder für Kunst und Kultur aus der Region zur Verfügung.

18 Künstlerinnen und Künstler aus dem Gemeindegebiet sind dem Aufruf der Presse- und Kulturreferentin, Nicole Dobner, gefolgt, um ihre Werke im Herzen Neufahrns auszustellen.

Bereits 1998 stellte die Gemeinde ihre Räumlichkeiten für Kunst in der damaligen Adventsausstellung zur Verfügung. Seit letztem Jahr ist die Ausstellung, dank Erika Adolph, aber wieder in rein regionaler Künstlerhand.

Zur Eröffnungs- Vernissage am 28.11.2019 begrüßte Bürgermeister Heilmeier die rund 50 Anwesenden zur „Kunst im Rathaus“ mit einem kleinen Sektenpfang.

Als Sprecherin der Ausstellenden bedankt sich Bianca Gurka (Töpferwerkstatt Handkraft) bei den Familien und Freunden der Künstlerinnen und Künstler für die Unterstützung. Ein Leben mit einem „Freigeist“ sei nicht immer einfach und Verständnis dafür nicht immer selbstverständlich.

Umso schöner sei es, dass im Rahmen der Ausstellung hier auch kleinere KünstlerInnen und Künstler eine Plattform erhalten. Viele würden andernfalls allein womöglich keine Ausstellung abhalten und ihre Werke der breiten Öffentlichkeit verborgen bleiben.

Mit Wilhelm Buschs Zitat: “Oft trifft man wen, der Bilder malt, viel seltener wen, der sie bezahlt.“, wurde auf die Möglichkeit hingewiesen, dass die ausgestellten Werke auch käuflich zu erwerben sind.

Doch nicht nur gemalte Bilder finden hier Platz. Auch schwarz-weiß Fotografien, verschiedenste Drucktechniken und sozialkritische Bilder säumen die sonst grauen Gemeindegänge.

In diesem Jahr zum ersten Mal vertreten ist Stefan Zech aus Massenhausen. Seine beiden Skulpturen „Stahl und Stein“ runden das Treppenhaus im ersten Stock perfekt ab. Fast so als wären sie schon immer da gewesen.

Die hohe Kunst des Schnitzhandwerks zeigt Martin Mayerhofer eindrucksvoll an seinen Werken aus Holz.

Auch die Töpferwerkstatt selbst hat sich eine Vitrine gesichert und zeigt einen lebensfrohen Buddah, sowie unterschiedlichste getöpferte Werke. Auch Werke von Kindern finden in der Vitrine Platz, denn die Töpferwerkstatt bietet extra Kurse und Veranstaltungen für die Künstler von morgen an.

Noch bis 10.01.2020 können die Werke im Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten begutachtet werden.

Die Künstlerinnen und Künstler freuen sich ebenso auf zahlreiche Besucher, wie die Gemeindeverwaltung selbst. Denn wer Kunst erleben will, muss nicht weit fahren. Ganz im Sinne von

„Support your local Künstler“.

Für Sie berichtete Katharina Raeck

(veröffentlicht am 17.12.2019 im Neufahrner Echo - IKOS Verlag)





Im Interview die Fürholzer Künstlerin Miriam DaSilva: