Mit Dauercamping und Krippenbau fit geblieben

Walter Ackermann feiert 80zigsten Geburtstag


„Ich fühle mich nicht anders als sonst auch und bin froh mit 80zig noch so fit zu sein“, verkündet der Jubilar am 03. Dezember. Seinen Ehrentag teilt er sich mit Tochter Monika. „Wir haben schon oft zusammen gefeiert, aber heute geht es nur um Papa“, erklärt sie bescheiden.

Der gebürtige „Schanzer“ ist in Ingolstadt geboren und aufgewachsen. Nach einem Zwischenstopp in München kehrte er Bayern 1962 für knappe 30 Jahre den Rücken. „Die Wohnungssuche in der Landeshauptstadt war damals schon schwierig“, erklärt er heute seinen Wegzug. In der Nähe von Ludwigsburg gründete er dann mit seiner Frau Ingrid eine Familie. Die Sehnsucht brachte Walter Ackermann jedoch 1992 wieder zurück in seine bayrische Heimat, genauer gesagt nach Hallbergmoos.

Auch seinen 80zigsten Geburtstag feierte er hier. Die Familie durfte natürlich nicht fehlen. Frau Ingrid und Töchter Andrea und Monika servierten eifrig Kaffee und Kuchen, während der Jubilar seine Freunde aus dem „Rauch und Spar Verein“ begrüßte. Mittags löste Bürgermeister Harald Reents die Gäste ab und gratulierte mit einem prall gefülltem Geschenkekorb.

In gemütlicher Runde zog Walter Ackermann Bilanz.

41 Jahre lang war er bei der Deutschen Bundespost beschäftigt. Vom Postjungboten arbeitete er sich zum Betriebsinspektor hoch. Knapp 200 MitarbeiterInnen waren ihm unterstellt.

Seit seiner Pensionierung 1995, widmet er sich aber voll und ganz seiner Familie. Vier Enkeltöchter halten den nun 80zig Jährigen ordentlich auf Trapp. Aber auch in den Krippenbau investiert Walter Ackermann nun seine Zeit. Mit viel Liebe zum Detail bastelt er kleine und große Meisterwerke für die Weihnachtszeit. Gearbeitet wird nur mit Naturstoffen, ganz ohne metallene Schrauben oder Klammern. Die natürlichen Materialien findet er oft auch am Laimersee, wo die Ackermanns bereits seit 25 Jahren Dauercampen. Von Ostern bis Herbst ziehen sie sich in ihren idyllisch gelegenen Wohnwagen zurück und genießen die Natur. Nur für seine Herzsportgruppe beim TSV Neufahrn kommt Walter Ackermann zweimal wöchentlich nach Hause. Frau Ingrid hält im Wohnwagen die Stellung während Walter die Blumen gießt und sich um die Post kümmert. Ganz so wie früher im Postamt eben.

Gerne hätte er auch nach seiner Pensionierung noch weitergearbeitet. „Altersteilzeit war damals leider noch keine Option“, berichtet er.

Eine der wichtigsten Stationen in seinem Leben war für ihn aber 1961 das Kennenlernen mit seiner Frau Ingrid. „Seit nun mehr 57 Jahren sind wir verheiratet. Es war nicht immer leicht, aber wir haben stets zusammengehalten und uns gegenseitig unterstützt“, erklärt Ingrid Ackermann liebevoll.

Geschenke sind Walter Ackermann nicht wichtig, das schönste Geschenk, das er je erhalten habe, sei schließlich seine Familie.

Mit eben dieser wurde abends dann im engsten Kreise weitergefeiert.

Auch wir gratulieren nochmals ganz herzlich und wünschen Walter Ackermann alles erdenklich Gute für die Zukunft!

Für Sie berichtete Katharina Raeck

(veröffentlicht am 13.12.2019 im Mooskurier - IKOS Verlag)



Der Jubilar im Interview: